Mehr als tausend Besucher kamen zur Eröffnung des Steinbrecherhauses

OÖN vom 4. Juli 2007
Von Bernhard Leitner
Mit einem derart großen Publikums-andrang hatten selbst die Organisatoren vom Verein Steinbrecherhaus nicht gerechnet: Mehr als tausend Gäste kamen am Wochenende zur Eröffnung des zum Museum umgebauten Steinbrecherhauses samt Steinbrechergarten im Norden der Stadt Perg. Gleich mehrmals wurden in "Sondertransporten" weitere Sitzgelegenheiten herangeschafft, um die vielen Besucher unterbringen zu können.
Gerade einmal ein halbes Jahr hat der Verein unter Obmann Harald Marschner benötigt, um aus dem lange Zeit von Steinbrucharbeitern bewohnten, 200 Jahre alten Haus ein Museum zur Geschichte der Mühlsteinerzeugung zu machen. 1200 freiwillige Arbeitsstunden flossen in die Umgestaltung.
"Die Mühlsteinindustrie war der Beginn der wirtschaftlichen Entwicklung von Perg. Deshalb ist dieses Museum für die Identität der Stadt von enormer Bedeutung", sagte Obmann Harald Marschner bei seiner Eröffnungsrede. Zudem bedankte er sich bei Vorbesitzerin Heidemarie Stockinger für die Möglichkeit, dieses Haus ankaufen zu können.
Lesungen im Inneren des vier Räume umfassenden Hauses, Rundgänge zum ehemaligen Steinbruch sowie jede Menge Musik begleiteten die Eröffnungsfeier. Damit das Steinbrecherhaus auch in Zukunft ein Treffpunkt der Perger bleibt, werden bis September jeden Mittwoch um 18 Uhr "Steinbrecher-Spaziergänge" organisiert. Die Route führt vom Hauptplatz in den Erdstall, dann weiter zum Steinbrecherhaus und zum alten Mühlsteinbruch. Zudem sollen Lesungen und Volksmusikabende Leben in das geschichtsträchtige Haus bringen.
OÖN Textarchiv 04.07.2007 (ID:ooen/j2007/q3/m07/t04/pl/s032/007_001.dcs)