Eigenes Museum zum Steinbrecherwesen in Perg

OÖN vom 29. Juni 2007
PERG. Über Jahrhunderte war die Entwicklung von Perg eng mit dem Steinbrecherwesen verbunden. Diese Geschichte wird ab morgen in einem eigenen Museum festgehalten.
VON BERNHARD LEITNER
Viel Schweiß, den einen oder anderen Muskelkater und manch andere Blessur haben die Helfer des "Vereins Steinbrecherhaus" für die Renovierung eines 200 Jahre alten Häuschens im "Scherersteinbruch" aufgewendet. Das Haus wurde ausgeräumt, mit einem neuen Dach versehen und auch einige Mauern mussten ausgebessert und ergänzt werden, um das Haus zu einem Museum zur Geschichte der Steinbearbeitung umzugestalten.
"Der Verein hat hier eine wichtige kulturgeschichtliche Aufgabe übernommen", sagt Harald Marschner, Obmann des Vereins Steinbrecherhaus. Sowohl im Innenbereich als auch rund um das Haus wird der Alltag der Steinbrecherfamilien dargestellt.
Dass die Adaptierung innerhalb so kurzer Zeit vollzogen wurde, hat der Verein vor allem der finanziellen Unterstützung durch Perger Firmen und Institutionen zu verdanken sowie der tatkräftigen Mitarbeit vieler freiwilliger Helfer. "Ohne dieses Miteinander wäre das nicht möglich gewesen", sagt Marschner.
Eröffnet wird das neue Perger Steinbrechermuseum morgen ab 14 Uhr mit einem Fest. Weil Parkplätze im nahen Umfeld des Hauses Mangelware sind, wird für Besucher des Steinbrecherfestes ein kostenloser Zubringerdienst vom Hauptplatz aus eingerichtet.
Für den laufenden Museumsbetrieb sind wöchentliche Führungen - jeweils am Mittwoch um 18 Uhr - sowie regelmäßige Volksmusikabende im Steinbrechergarten geplant.

OÖN Textarchiv 29.06.2007 (ID:ooen/j2007/q2/m06/t29/pl/s034/005_001.dcs)